Begrüntes Lärmschutzsystem

Lärmschutz muss nicht immer aus Aluminium oder Beton bestehen. Eine sehr gute Alternative sind begrünte Lärmschutzsysteme. Denn durch die Pflanzen sind solche Wände beidseitig hochabsorbierend, dass heißt der Schall wird optimal gedämmt. Zudem schauen die grünen Wände gut aus, werden nicht mit Graffiti beschmiert, erfordern keine Bewässerung und sind quasi wartungsfrei.

Von diesen Vorteilen und unserem Preis war auch unser Auftraggeber überzeugt.
So durften wir in Lauterach eine grüne Lärmschutzwand mit eine Länge von 65 m und 3 m Höhe stellen.
Generell ist eine Höhe von bis zu 10 m möglich.
Der reine Aufbau inkl. Befüllung dauerte gerade mal 2 Arbeitstage.

Die von uns aufgestellte Lärmschutzwand zeichnet sich durch vielfältige konstruktive Merkmale aus, die weit über den üblichen Standard hinaus gehen. So sind individuelle Anpassungen an die örtlichen Gegebenheiten kein Problem.

Es ist keine aufwändige Tiefgründung erforderlich. Die Lärmschutzwand gründet auf einer Schottertragschicht. Die wurde in diesem Fall vom Auftraggeber selbst vorbereitet. Eine äußerst robuste Stahlkonstruktion gewährleistet die Formstabilität und Steifigkeit der Traggestelle. Alle Elemente sind als Stecksystem ausgeführt.

Das System ist äußerst langlebig (über 80 Jahren auf die gesamten Stahlbauteile wird garantiert).

Grundsätzlich ermöglicht die hochqualitative Stahlkonstruktion den Einbau auch inhomogener Böden. Im Gegensatz zu den verschiedenen dünnen Baustahlkonstruktionen gewährleistet die von uns gewählte Bauweise die notwendige Steifigkeit und Formstabilität. Zudem wird 90% weniger Platz benötigt als bei einem Erdwall.

Die Lärmschutzwand in Lauterach wird noch im Dezember bepflanzt. Und im Frühjahr wird auf der Krone Rasen eingesät.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zum Thema begrünter Lärmschutz.

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Neue Baumallee in Weiler

Die Marktgemeinde Weiler-Simmerberg im Allgäu gehört bereits seit vielen Jahren zu unseren Kunden. Letzten Winter erhielten wir von der Gemeinde den Auftrag, eine neue Allee zwischen Rathauspark und Hausbach zu pflanzen. Die alte Allee an dieser Stelle, bestehend aus Eschen (Fraxinus excelsior), sollte ersetzt werden. Die alten Eschen waren allesamt in einem schlechten Zustand: schwache Vitalität und absterbende Kronenteile auf Grund von faulenden, alten Kappstellen sowie fortschreitendem Eschentriebsterben. Einige Bäume hätten auf Grund von mangelnder Stand- und Bruchsicherheit gerodet werden müssen. Die Erhaltung der übrigen Bäume wäre in den nächsten Jahren wohl nur mit großem Aufwand möglich gewesen. Die Gewährleistung der Verkehrssicherheit hätte intensive baumpflegerische Maßnahmen benötigt. Daher wurde beschlossen, dass es sowohl ökonomisch vernünftig als auch ökologisch vertretbar sei, die gesamte Allee zu erneuern.

Zunächst wurden von unserem Team im ersten Schritt die alten Eschen gerodet. Die Neupflanzung wurde dann so geplant, dass die Arbeiten, welche schwere Maschinen erfordern, innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. So wurden parallel die Stöcke der gerodeten Bäume mit einer Spezialfräse entfernt, eine neue Planzgrube an selber Stelle mit dem Bagger ausgehoben, ein Bodenaustausch mittels Frontlader durchgeführt und die neuen Bäume mit einem hydraulischen Greifer in die Pflanzgrube gesetzt. Durch diese abgestimmte Arbeitsweise, welche eine genaue Planung und einen klar strukturierten Ablauf auf der Baustelle erforderte, konnten alle groben Arbeiten an einem Tag erledigt werden.

Gepflanzt wurden 22 Feldahorne, die bereits eine Höhe von ca. sechs Metern aufwiesen. Diese besondere Zuchtform des Feldahorns eignet sich besonders für den Standort im städtischen Bereich. Der Feldahorn ist robust, sowohl kälte- als auch hitzebeständig und genügsam bezüglich der Bodenbeschaffenheiten. Die dicht belaubte Krone ist ein angenehmer Schattenspender im Sommer und sorgt für ein wohliges Klima im Bereich des Baumes. Der Feldahorn, der durchaus eine stattliche Größe erreichen kann, jedoch im Vergleich zu Bäumen mit ähnlichen Eigenschaften recht kompakt bleibt und einem nicht so schnell „über den Köpf wächst“, ist damit der ideale Baum für den gegebenen Standort.

Bei der Pflanzung wurde Rotgrand® Pflanzsubstrat eingesetzt, welches die optimale Grundlage für den Baum bietet. Das Substrat besitzt herausragende Wasser- und Luftspeicherfähigkeiten, lässt sich nicht verdichten und bietet damit dem Baum einen idealen Wurzelraum. Zusätzlich wurden Kulturen von Pilzen, so genannte Mykorrhizapilze, im Wurzelbereich der Bäume eingesetzt. Die Pilze bilden eine Symbiose mit den Feinwurzeln des Baumes und verbessern dabei die Wasser – und Nährstoffaufnahmefähigkeit.

Stammschutzmanschetten zum Schutz vor Motorsensen wurden ebenfalls angebracht.

Zum Schluss wurden die Bäume mit einem Dreibocksystem und Naturfaserstrick verankert, gewässert und eingeschlämmt und mit einer Stammschutzfarbe gestrichen, um sie vor Hitzestrahlung zu schützen.

Die neue Allee wird in einigen Jahren, wenn sich die Baumkronen über dem Fuß-und Radweg schließen, eine kleine, einladende Flaniermeile im Ortszentrum von Weiler bilden, die insbesondere im Herbst, wenn die Blätter der Feldahorne ihre charakteristische, intensive Gelbfärbung annehmen, für eine besondere Atmosphäre sorgen wird.